GAZETKA
Informationen des Polnischen Kulturvereins und der Vereinigung der Polen in Berlin über Ereignisse aus dem deutsch-polnischen Kulturleben 26/03/06
Berlin marzec / März 2006 Nr. 61
Stasiuks neues Buch

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Andrzej Stasiuk

"Uterwegs nach Babadag"

(Suhrkamp-Verlag)

Entweder scheint es nur, wir hätten einen neuen Star der polnischen Literatur in Deutschland bekommen, oder aber er ist schon lange bei uns angekommen. Eher ist er bei uns schon lange angekommen. Andrzej Stasiuk ist jedenfalls sehr bekannt und wer ihn noch nicht gelesen hatte, dem beschert der „Suhrkamp Verlag“ ein neues und sicherlich interessantes Buch in deutscher Übersetzung mit dem Titel „Unterwegs nach Babadag“.

Stasiuk bewegt sich gern in sehr vereinsamten und armen Regionen Europas, macht dabei Notizen und sinniert. In einer Rezension der „Süddeutschen Zeitung“ vom 26.01.2006 schreibt Kristina Maidt-Zinke: „Die im Band „Unterwegs nach Babadag“ versammelten Reiseskizzen aus Ungarn und Rumänien, Moldawien und Albanien, der Ukraine und der Slowakei sind bildkräftig wie Dokumentarfilme, detailscharf wie alte Schwarzweißfotografien und oftmals bewusstseinerweiternd wie jene Kinokunstwerke, bei denen Reales und Surreales ineinander fließen...Es geht um das Bewahren und Archivieren einer versinkenden Welt, die in den Kriegen des zwanzigsten Jahrhunderts und während des kommunistischen Zwangsexperiments schwere Blessuren davongetragen hat, jedoch erst jetzt, mit dem unaufhaltsamen Vorrücken der westlich-kapitalistischen Postmoderne und ihrer gedächtnisfeindlichen Gleichmacherei, vom Untergang bedroht ist.“

Viele von uns kennen noch das Früher der Dörfer oder Kleinstädte, das Früher des Miteinander, alles in gewisser Weise menschenwarm, nächstliebend und idyllisch. Auch arm und ärmlich, aber existierend auf der Grundlage des Mitseins. Maidt-Zinke zitiert Stasiuk: „All das wird verschwinden, wird erlöschen wie eine Glühbirne, und es wird nur eine kugelförmige Leere bleiben, die von irgendwelchen neuen Formen angefüllt wird...“ Den Autor interessiert, woher wir kommen, nicht wohin wir gehen. Stasiuk kann beschreiben, das wissen sicherlich einige Leser des „Tygodnik Powszechny“, das einige Reiseberichte aus Albanien veröffentlicht hatte. Diese, in polnischer Sprache verfasst, fesseln nicht irrtümlich sondern durch ihre Spannung und ihren Metapherreichtum. „Unterwegs nach Babadag“, in deutscher Übersetzung von Renate Schmigdall, dürfte ähnlich schön sein, wie ein Zitat der „Süddeutschen“ beweist.

Dieser lautet: „Blicke glätten die Dinge und Landschaften. Ebendaher kommen Zerstörung und Zerfall. Von zu vielen Blicken verbraucht sich die Welt, nutzt sich ab wie eine alte Karte“.

Die Reisenotizen von Andrzej Stasiuk umfassen 304 Seiten, diese durften keine Langeweile aufkommen lassen.

Teresa Stopa

Tradycyjny Bal Olimpijski

Dnia 25.02.2006 w salach Palais am See Berlin Tegel odbył się tradycyjny Bal Olimpijski Polskiego Klubu Olimpia w Berlinie. Tu bawiło się około 500 osób, głównie Polacy i sympatycy sportu. Gości balu powitał prezes Klubu Andrzej Niziński. Do tańca przygrywał zespół „New Omen” z Poznania. Rozbawiona publiczność bawiła się do rana. Słoneczny nastrój uczestników pomimo zimy nie rozczarował organizatorów balu. Do zobaczenia.

Bolko Kliemek

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26.03.2006 17:32:15

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